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Lebenswertes Leben und Wohnen

Als Bürgermeister stehe ich für eine grüne, lebenswerte und nachhaltige Stadt, in der man sich gerne aufhält, in der man gerne lebt und sich generationsübergreifend wohlfühlt. Wohnen, Arbeiten, sich Wohlfühlen und Erholen – alle Punkte gehören in einer intakten und gesunden Stadt zueinander. Kurze Wege zur Arbeit und eine qualitativ hochwertige Versorgung vor Ort – nicht nur im Lebensmittelbereich – sind für eine attraktive Stadt ebenso wichtig wie ein ruhiges Wohnen in einer nachhaltig gestalteten Infrastruktur.

Ein erster wichtiger und sofort umsetzbarer Punkt, den ich im Amt angehen würde, ist darauf zu achten, dass bei allen Neubauten (privat wie auch gewerblich) auf eine nachhaltige und Klimaschonende Bauweise geachtet wird. Verfügbare hohe und bezahlbare technische Standards in den Bereichen „Regenerative Energien“ sowie „Dach- und Wanddämmung“ sollten zu einer Selbstverständlichkeit bei jedem Bauvorhaben in unserer Stadt werden – was heute leider noch nicht der Fall ist. Mein Ziel ist es, zukünftig alle Neubauten als Niedrigenergie – oder sogar als Passivhaus zu errichten. So werden wir auch unserem Anspruch, eine „Klimaschutzgemeinde“ zu sein, gerecht.

In den vorstehenden Kapiteln habe ich erklärt, auf welchem Wege die Stadt zu mehr guter Arbeit und damit zu höherer Kaufkraft und steigenden Gewerbesteuern gelangen kann. Dies ist die grundlegende Voraussetzung für jede erfolgreiche Stadt(um)Gestaltung. Wir müssen uns das Geld verdienen, welches wir in einen Stadtumbau investieren möchten. Zusätzlich würde ich im Amt natürlich auch stärker als bisher darauf fokussieren, alle verfügbaren Fördertöpfe des Landes, des Bundes und der EU für solche Zwecke nutzbar zu machen. Mein Ziel ist es, eine volle Stelle durch Reorganisation von Arbeitsabläufen freizuschaufeln, die sich um nichts anderes als Fördertöpfe und entsprechende Anträge kümmert. Da ist viel zu holen . . .

Die oft beklagte fehlende Renovierung der Gebäude durch die Hausbesitzer wird automatisch erfolgen, sobald die Nachfrage nach Geschäftsraum steigt und die zu erzielenden Mieten es rechtfertigen. Selbstverständlich sehe ich es in diesem Zusammenhang als wichtige Aufgabe des Bürgermeisters und der Verwaltung an, flankierende Maßnahmen der Stadtentwicklung und Verschönerung (z.B. begrünte und blühende Fußgängerzonen) zu initiieren, so dass ein Verweilen und Einkaufen in der Stadt wieder Spaß macht und sich Läden, Cafés und Restaurants ansiedeln.

Das derzeitige Erscheinungsbild unserer Innenstadt mit vielen Leerständen, wenig Blühendem bzw. Grün im Stadtbild, wenig Plätze, Cafés oder Restaurants, an denen man sich treffen und klönen kann und die verbesserungswürdige Fußgänger-, Fahrrad- und Rollatorfreundlichkeit entspricht nicht meinem Verständnis einer einladenden City. Mit mir als Bürgermeister wird die Stadtentwicklung neue Wege gehen – Wege, die sich gestalterisch an den schönen Innenstädten des Münsterlandes orientieren.

Ein tolles Konzept, welches ich gerne in Oer-Erkenschwick umsetzen möchte, stammt ursprünglich aus der Toskana und nennt sich „CittaSlow“. Es ist eine gelungene Blaupause und messbare Handlungsanleitung für den Umbau hin zu einer sehr lebenswerten Stadt. Das Konzept wurde zwischenzeitlich weltweit in 25 Ländern in mehr als 200 kleinen und mittleren Städten bis max. 35.000 Einwohner mit großem Erfolg umgesetzt. „CittaSlow“ ist heute ein Markenzeichen für Städte und Gemeinden, die sich um eine höchstmögliche Lebensqualität für Ihre Bürger, Unternehmer und Gäste bemühen. In Deutschland sind neun Städte Mitglieder dieses Konzeptes, so z.B. auch Lüdinghausen.

Weitere Informationen zu diesem Konzept und den messbaren Kriterien in den Bereichen Nachhaltigkeit, Charakter. Stadtstruktur, Gastfreundschaft, Kultur und Tradition, Kulturlandschaft, Regionale Produkte und Märkte und Bewusstseinsbildung finden sie unter www.citta-slow.de

Ein weiteres Ziel, welches ich als Bürgermeister sofort umsetzen werde, ist das Konzept der „Essbaren Stadt“. Beginnend in der Stadt Andernach haben inzwischen viele Städte weltweit dieses Projekt zur Freude Ihrer Bürger realisiert.

Das Ziel ist es, die Bevölkerung aktiv in die Pflege und Gestaltung des öffentlichen Grüns einzubeziehen und Grünflächen für die urbane Landwirtschaft bereitzustellen. Auf öffentlichen Flächen werden heimische Obstbäume gesetzt, Gemüse und essbare Wildkräuter angepflanzt, oder es blühen Wildblumen. So wird das städtische Grün nicht nur ökologisch aufgewertet, es wird auch optisch attraktiver und abwechslungsreicher, es wird zu einem lebendigen Praxisbeispiel für die Nachhaltigkeit, Artenvielfalt und für gelebtes Bürgerengagement in der Gemeinschaft. Kostet wenig, sieht toll aus, macht vielen Spaß und bereichert die Vielfalt der Arten.

Der große Anteil von Grünflächen und die unmittelbare Nähe zur Haard sehe ich als ein großes Kapital unserer Stadt an. Mit diesem Kapital möchte ich als Bürgermeister eine sanfte Freizeit- und Tourismuswirtschaft am Rande der Haard entwickeln. Das Gebiet von Mutter Wehner über das Salvador-Allende-Haus, die Grill-Wiesen, das Maritimo Gelände, die Sportstätten des TUS 09 bis hin zur Holtgarde und Klein-Erkenschwicker-Straße (Halde) bietet sich für eine umweltverträgliche und strukturierte Freizeit- und Tourismusentwicklung beispielhaft an.

Eine Attraktivierung der (Reit-)Wege in der Haard mit neuen Bänken und einfachen Sportmöglichkeiten (z.B. Trimm-Dich-Pfad), sehe ich als geeignete Maßnahmen, um die Freizeitgestaltung in unserer Stadt noch zu steigern. Auch eine freizeitwirtschaftliche Nutzung des Areals der ehemaligen Radarstation in der Haard ist für mich als Bürgermeister ein anzustrebendes Ziel. Bauen wir also das Angebot doch gezielt für Wanderer, Fahrradfahrer, Reiter und Erholungssuchende Familien aus, um weitere Besucher zu uns zu locken. Sie erfreuen sich nicht nur einer intakten Natur sondern konsumieren, übernachten und kaufe in attraktiven Geschäften, wenn wir diese ansiedeln.

Die genannten Ziele skizzieren den Rahmen innerhalb dessen ich gerne eine Stadtentwicklung nach vorne bringen möchte. Bei allen Maßnahmen werde ich einer flächensparenden Nachverdichtung immer den Vorrang vor der Erschließung neuer Ansiedlungsflächen geben.

Eine moderne Stadt mit hohen Technikstandards (Breitbandverfügbarkeit und – geschwindigkeit, WLAN im öffentlichen Raum, E-Government und modernes Rathaus)

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