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2015 & Allgemein & B'90/Grüne & Oer-Erkenschwick & Rat OE & Soziales & Verwaltung » Grüner Antrag zur Prävention gegen Mobbing
15Dez

Grüner Antrag zur Prävention gegen Mobbing

Antrag für die Ratssitzung am 10.12.2015

Antrag der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen Oer-Erkenschwick für partnerschaftlichen Umgang und Prävention gegen Mobbing

 Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Oer-Erkenschwick bittet, den nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 10.12.2015 zu setzen:

Die Verwaltung soll beauftragt werden, partnerschaftlichen Umgang zu fördern und Mobbing innerhalb der Oer-Erkenschwicker Verwaltung vorzubeugen, indem

a) eine Dienstvereinbarung für partnerschaftlichen Umgang und gegen Mobbing, in der die Rechte und Pflichten der MitarbeiterInnen und Vorgesetzten unter Einbeziehung der Personalvertretung festgelegt sind, angestrebt wird,

b) verstärkt Kurse zur Aufklärung über partnerschaftlichen Umgang und Mobbing im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung angeboten werden,

c) die Teilnahme an solchen Kursen für Führungskräfte zur Pflicht gemacht wird,

d) bei Auswahlverfahren von Führungskräften der Umgang mit möglichen Mobbingopfern und –täterInnen thematisiert wird,

e) das Thema Mobbing in MitarbeiterInnen-Befragungen angemessen berücksichtigt wird.

f) eine externe Anlauf-/Beratungsstelle eingerichtet wird, an die sich Mobbingopfer außerhalb der Verwaltung auf Wunsch vertraulich wenden können,

g) in der Verwaltung eine Schlichtungsstelle bzw. (ehrenamtliche) Mobbingbeauftragte o. ä. eingerichtet bzw. benannt werden,

h) Informationen zum Umgang mit Mobbing im Intranet leicht zugänglich gemacht werden.

 

Begründung:

Der Themenkomplex partnerschaftlicher Umgang und Mobbing sowie durch Mobbing bedingte Krankheiten und Fehlzeiten wurde in der Oer-Erkenschwicker Verwaltung bisher kaum berücksichtigt. Das verwundert, da laut Studien hochgerechnet jedEr neunte Beruftstätige einmal in seinem Berufsleben zum Mobbing-Opfer wird. Mobbing führt häufig zu Arbeitsausfall, Krankheiten und Fehlzeiten bei den Opfern. Damit verursacht Mobbing auch einen wirtschaftlichen Schaden.

Die Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) empfiehlt in ihrem Bericht zur überörtlichen Prüfung 2014 für die Stadt Oer-Erkenschwick das Thema Mobbing in die Gesundheitsprävention aufzunehmen. Die Oer-Erkenschwicker Verwaltung sollte in Verhandlungen mit dem Personalrat treten, um eine Dienstvereinbarung für partnerschaftlichen Umgang und gegen Mobbing zu entwickeln.

Einige Städte, wie z.B. die Stadt München, beschäftigen sich seit Jahren mit dem Thema und haben Maßnahmen ergriffen. So wurde in München eine Dienstvereinbarung für den öffentlichen Dienst getroffen, die detailliert beschreibt, wie sich MitarbeiterInnen, ohne Sanktionen oder nachteilige Auswirkungen auf den beruflichen Werdegang befürchten zu müssen, bei ihren Vorgesetzten beschweren können. Beratung und Unterstützung erhalten die Betroffenen u. a. durch eine externe Beratungsstelle. Eine solche übergeordnete Stelle existiert für MitarbeiterInnen der Oer-Erkenschwicker Verwaltung bisher nicht.

Bisher stehen die Opfer innerhalb der Verwaltung ohne jede Unterstützung da. Gerade für solche Opfer ist es wichtig, eine Anlaufstelle außerhalb ihrer Behörde zu haben, wenn von den behördeninternen Gremien und Vorgesetzten keine Hilfe zu erwarten ist. Die Mehrkosten für eine solche Anlaufstelle amortisieren sich durch die Vermeidung von Arbeitsausfällen durch fortgesetztes Mobbing.

Darüber hinaus soll die Verwaltung geeignete Instrumente zur Vorbeugung und Behandlung von Konflikten und Mobbing in Form von Schlichtungsstellen und/oder der Bennennung von Mobbingbeauftragten o. ä. installieren.

Das Fortbildungsangebot zu Mobbing im Rahmen des Gesundheitsmanagements muss ausgeweitet und die Teilnahme für Führungskräfte zur Pflicht erhoben werden. Gleichzeitig soll Kenntnissen im Umgang mit Mobbing beim Auswahlverfahren von Führungspersonen größeres Gewicht eingeräumt werden.

Um sich eine Bild über den Aufklärungs- und Hilfebedarf in der Oer-Erkenschwicker Verwaltung machen zu können, muss das Thema Mobbing in MitarbeiterInnen-Befragungen einbezogen werden.

Mit freundlichen Grüßen

 Armin Ziesmann

Broschüre der Stadt München zur Prävention gegen Mobbing

Verfasst am 15.12.2015 um 16:49 Uhr von mit den Stichworten , , , .
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