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15Nov

Widerspruch gegen „INDUSTRIEGEBIET DILLENBURG“

Im Rahmen des Regionalplan Ruhrs plant der RVR gemeinsam mit den Städten Datteln und Oer-Erkenschwick ein 62,9 ha grosses Industriegebiet auf heute jungfräulicher Acker- Wiesen-und Waldfläche mit Bächen und Biotopen zu errichten.  Auf der Fläche befinden sich Einzelgehöfte lokaler Landwirte, die einen Grossteil der Felder heute auf sehr wertvollen und fruchtbaren Böden bewirtschaften.

Auf Erkenschwicker Gebiet entfallen 21 ha (östlich der Holtgarde / nördlich vom Engelskamp) und auf Dattelner Gebiet 43 ha (östlich bis Ölmühlenweg / nördlich bis Ahsener Str.). Da diese Fläche unserer Verwaltung noch zu klein ist wird eine nördwestliche Erweiterung um weitere 10 ha als Optionsfläche gewünscht (Richtung Tensmann).

Am 23.11. um 17.00 Uhr berät der Ausschuss für Stadtentwicklung in öffentlicher Sitzung dieses Vorhaben und gibt eine (gem. Vorlage voraussichtlich positive)  Empfehlung an den Stadtrat, der dann am  26.11.2020 um 15.00 Uhr in öffentlicher Sitzung in der Stadthalle darüber entscheidet.

https://oer-erkenschwick.more-rubin1.de/sitzungen_top.php?sid=2020-SteWi-58

Wir – die Mitglieder von Bündnis 90 / Die Grünen – lehnen die Umwidmung dieser landwirtschaftlich und freizeitwirtschaftlich genutzten Flächen zur Ansiedlung grossflächiger Industriebetriebe strikt ab. Warum?

  • Für uns ist es absolut unsinnig intakte Naturlandschaft mit guten Böden, altem Waldbestand und wertvoller Flora und Fauna zu einem Industriegebiet zu machen, solange in der direkten Umgebung noch brachliegende alte Industrieflächen nicht genutzt werden. Auch der Gutachter empfiehlt zuerst diese Nachnutzung. Als Flächen stehen für Industrieansiedlungen u.a. zur Verfügung: Kraftwerksgelände in Datteln Meckinghofen, Auguste Victoria in Marl und die Kohlelagerflächen Recklinghausen/Herten.
  • Das Gebot der Nachhaltigkeit verpflichtet uns, den Verbrauch von bislang überwiegend landwirtschaftlich genutzter Naturlandschaft zu minimieren
  • Es verbietet sich, dieses Gebiet, das den Charakter eines Naherholungsgebietes hat und in der unmittelbaren Nähe des Landschaftsschutzgebietes Dillenburg ist, Nahrungsgrundlage für zahlreiche Tiere und Insekten bietet und ein stark frequentiertes Gebiet für den Fahrradtourismus darstellt, nachhaltig zu zerstören.
  • Die Böden in dem Plangebiet sind im Umweltgutachten des RVR als  sehr wertvoll mit hoher ökologischer Funktionserfüllung ausgewiesen und werden im Umweltgutachten als schutzwürdig eingestuft. Eine „erhebliche Beeinträchtigung“ dieser Funktion wird im Gutachten ausdrücklich nicht ausgeschlossen.
  • In dem Gebiet befinden sich CO2 speichernde Bereiche mit einer sehr hohen klimaökologischen Bedeutung (Kohlenstoffsenken). Das Gebiet gilt als „Biotopverbundfläche“
  • Die schöne, freizeitwirtschaftlich genutzte Landschaft., die das Bild unserer Kulturlandschaft wesentlich prägt sehen wir als Schutzgut vor visueller, auditiver und olfaktorischer Verschmutzung. Es wäre eine Schande dies zu planen.
  • Im Umweltgutachten wird das Gebiet als eines der wenig verbliebenden „unzerschnittener verkehrsarmer Raum (UZVR)“ bezeichnet, den es zu schützen gilt!
  • In dem betroffenen Gebiet befinden sich streng geschütze Arten, denen wir ihren Lebensraum nachhaltig zerstören würden (z.B. Bechsteinfledermaus und der Fransenfledermaus)
  • Die Abholzung der alten Buchen nimmt uns einen Teil unserer Luft. Die wichtige Funktion einer Frischluftschneise – gerade in immer heißer werdenden Sommern – zu zerstören halten wir für das genaue Gegenteil dessen, was wir für die Zukunft brauchen.
  • Der Zu- und Abfluss der zu erwartenden erheblichen Verkehre eines 629.000 Quadratmeter großen Industriegebietes,  welches mit min.7,5 km sehr weit von einer Autobahn entfernt ist, verursacht zusätzlichen Lärm , viele Abgase und Staus. Weder die Zufahrt zur A2 (über Lukaskreuzung) noch zur A43 (via Klein-Erkenschwick und Oer) sind für ein solches zusätzliches Verkehrsaufkommen geeignet

Viele weitere Argumente gegen diese Umwidmung der Fläche finden sich im Umweltgutachten und in den detaillierten Beschreibungen des Vorhabens, die Sie unter dem Stichwort „Regionale Kooperationsstandorte – Dillenburg“

www.regionalplanung.rvr.ruhr

Wir werden dieses Vorhaben einer überdimensionierten Flächeninanspruchnahme für die industrielle Nutzung, wo immer es geht, ablehnen und im Rat bitten, das Gebiet aus der Planung für diesen Zweck herauszunehmen.

Auch werden wir – coronabedingt per Mail – einen Einspruch beim RVR einreichen. Da dies leider nur bis zum 30.11.2020 (Ausschlussfrist) möglich ist, rufen wir alle Mitbürger, die sich betroffen fühlen auf, dasselbe zu tun.

Helfen Sie mit dieses wichtige Stück Natur in unserer direkten Umgebung zu erhalten und vor einer industriellen Nutzung zu schützen. Erhalten wir den ökologischen und den Freizeitwert unserer Region für unsere nachfolgenden Generationen!

Das Bild unserer Stadt würde sich massiv verändern, wenn diese Pläne so durchgehen.

20Aug

Grün ist – Datteln IV abzuschalten

In der Serie „Grün ist…“ erläutern wir wichtige Punkte unseres Wahlprogramms für ein besseres Oer-Erkenschwick.

Grün ist – Datteln IV abzuschalten.

03Jul

Wegner trifft Theo Schürmann

„Wegner trifft…“ – Das Talkformat in Zeiten von Corona. Immer Freitags trifft Christian Wegner verschiedene Menschen aus Oer-Erkenschwick.

In Folge 9 „Wegner trifft…“ ist Landwirt Theo Schürmann zu Gast.

Wir sind auch in allen sozialen Netzwerken zu finden:
Facebook: https://www.facebook.com/Grueneoe

Instagram: https://www.instagram.com/grueneoe/

Twitter: https://twitter.com/grueneoe

Die nächste Folge erscheint am Freitag, den 10.07.2020 um 17 Uhr.

Den Link zur gesamten Playlist gibt es hier: https://www.youtube.com/playlist…

02Jun

How dare you?

Samstag, der 30.05.2020, gilt als trauriger Tag. Denn es war der Tag der Inbetriebnahme des umstrittenen Kraftwerks Datteln IV.

v.l.n.r.: Silke Krieg, Armin Ziesmann (mit Frieda) und Anne Breidung

Bereits in der Nacht hatten die Protestaktionen gegen das Kraftwerk begonnen. Aktivisten hatten das Bild eines An- und Ausschalters und die Sätze „How Dare You“ und „Klimakrise – Made in Germany“ auf den 180 Meter hohen Kühlturm projiziert. Mit einer Menschenkette und mehreren Mahnwachen, mit lautstarken Kundgebungen und Protestmärschen, mit spontanen Aktionen im und auf dem Wasser brachten die vielen angereisten Umweltschützer den ganzen Tag über ihren Protest gegen Unipers Dreckschleuder am Dortmund-Ems-Kanal zum Ausdruck. Darunter auch die grünen Ratsmitglieder aus Oer-Erkenschwick Silke Krieg, Armin Ziesmann und Anne Breidung.

24Jan

Grüne gegen Datteln IV

Die grüne Landesvorsitzende Mona Neubaur (l.) demonstrierte mit den Oer-Erkenschwicker Grünen Silke Krieg und Armin Ziesmann gegen das Kraktwerk Datteln IV.

Datteln IV soll ans Netz. Dagegen regt sich Widerstand. Armin Ziesmann, Fraktionsvorsitzender der Oer-Erkenschwicker Grünen, und Ratsmitglied Silke Krieg demonstrierten bei der Friday-for future-Demo in Datteln.

Wie die Umweltverbände und in Teilen sogar der BDI sehen die Oer-Erkenschwicker Grünen die vorgelegten Vorschläge von Bundesregierung und den drei Ländern sehr kritisch. Denn: „Die Vereinbarung ist nicht die Umsetzung der Ergebnisse der Kohlekommission und so nicht Paris-konform, Deutschland verfehlt so nach 2020 auch sein 2030-Klimaziel. Die Bundesregierung verschiebt den Kohleausstieg weiter nach hinten. Relevante Abschaltungen von Kraftwerkskapazitäten gibt es erst 2028, 2035 und Ende 2038 – viel zu spät.
Es ist unverständlich und kontraproduktiv, dass als erste Maßnahme des Kohleausstiegs ein neues Kohlekraftwerk in Datteln ans Netz gehen soll. Es ist unklar, welche älteren Steinkohlekraftwerke für Datteln vom Netz gehen und wie viele Emissionen damit reduziert werden.“

Dr. Anton Hofreiter, Oliver Krischer, Lisa Badum



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