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06Apr

Die Stimbergstadt essbar machen

Grüne besuchen „Essbare Stadt“ Andernach

Armin Ziesmann und Christian Wegner in Andernach

Armin Ziesmann und Christian Wegner in Andernach

Das Projekt „Essbare Stadt“ Andernach stand im Mittelpunkt einer Exkursion der Recklinghäuser Bündnisgrünen, an dem sich auch die Oer-Erkenschwicker Grünen Armin Ziesmann und Christian Wegner beteiligten. Aus der ganzen Welt informieren sich Städtevertreter bei einer Stadtführung vor Ort über die Erfahrungen. Die Oer-Erkenschwick Grünen hat das Konzept überzeugt. Der Fraktionssitzende Armin Ziesmann: „Wir werden uns dafür einsetzen, die „Essbare Stadt“ auch für Oer-Erkenschwick zu ermöglichen.“

Entlang der historischen Stadtmauer pflanzte die Stadt Andernach seltene Arten von Nutzpflanzen, wie Tomaten, Bohnen, Kohl und andere essbare Pflanzenarten. Ziele waren die Förderung der Biodiversität, die Einsparung von Mitteln für die Pflege des Stadtgrüns und die Förderung der Fähigkeiten von Langzeitarbeitslosen, um sie in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. „Alle Ziele sind mit diesem Projekt erreicht worden“, so die grüne Andernacher Fraktionsvorsitzende Ulrike Linhsen.

Im ersten Jahr wurden über 100 verschiedene Tomatensorten entlang der Stadtmauer gesetzt. In Kooperation mit einer lokalen Qualifizierungsgesellschaft pflegten Langzeitarbeitslose unter Anleitung von Gärtnermeistern die Pflanzen und erwarben die Fähigkeiten für die Pflanzenpflege. 25% der Langzeitarbeitslosen konnten anschließend in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden. Im Herbst präsentierten die Pflanzen ihre Früchte in den verschiedensten Farben grün, gelb, rot, violett und konnten von den Bürgern gepflückt und verspeist werden. An einem „Tomatentag“ wurden die Früchte geerntet und zubereitet.

In den Folgejahren wurden mehrere Hauptpflanzenarten thematisiert, wie Kohl, Bohnen oder Erdbeeren. Die Nutzpflanzen werden auf immer mehr Flächen in der Stadt gepflanzt als Ersatz für Zierpflanzen. Auch Kräuterwiesen, Weinreben, Obstbäume und –sträucher verschönern die Stadt und laden zum Schmecken und Genießen ein. Die Kosten für die Pflege des Stadtgrüns konnten von 58 Euro pro m² auf 11 Euro gesenkt werden. Die Stadtkasse wird dadurch deutlich geschont. Entgegen aller Befürchtungen werden die Pflanzen respektiert und sind nicht Ziele von Vandalismus.

Das Projekt „Essbare Stadt“ ist 2012 von der Stiftung „Lebendige Stadt“ mit dem Hauptpreis „Bestes Projekt“ ausgezeichnet worden.



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