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2013 & Allgemein & B'90/Grüne & Bundestag & Veranstaltung » Bewegende Exkursion nach Berlin
25Jul

Bewegende Exkursion nach Berlin

Die kommunalpolitische Exkursion nach Berlin vom 17. bis 20. Juli war ein bewegendes Erlebnis. Das Programm war vollgepackt mit interessanten Einblicken in den politischen Betrieb sowie in die Nazi- und Stasi-Vergangenheit rund um Berlin.

Im Bundesumweltministerium

Mitglieder des OV Oer-Erkenschwick im Bundesumweltministerium

Die Bundestagsabgeordnete Bärbel Höhn hatte interessierte Bürger eingeladen, die politischen Institutionen und Zeugnisse der jüngeren Vergangenheit in der Hauptstadt kennenzulernen. Vier Mitglieder des OV Oer-Erkenschwick erlebten ein abwechslungsreiches Programm. Die Arbeit des Europaparlaments, des Bundesumweltministeriums, des Bundestages und des Bundesrates wurden anschaulich erläutert. An allen Standorten wurden aktuelle, politische Themen diskutiert, wie Asyl bei der EU für Edward Snowden, die Abschaffung des Dualen Systems, die Zukunft der Energiewende und die bevorstehende Bundestagswahl.

Durch das Stasi-Untersuchungsgefängnis in Potsdam führte Dieter Drewitz, der mehrfach längere Zeit aus nichtigen Anlässen inhaftiert war und den Folteralltag durch die Stasi sehr bewegend mit eigenen Erlebnissen schilderte. Den DDR-Alltag und die Verbrechen der Stasi in diesem Gefängnis hat er in einem Buch verarbeitet, das er für die Grünen Oer-Erkenschwicks persönlich signiert hat.

Der letzte Programmpunkt der Reise war das KZ Sachsenhausen in Oranienburg, einer Kleinstadt im Norden Berlins. In diesem KZ wurden von der SS in der Nazizeit alle KZs gesteuert und das SS-Personal ausgebildet. Das Arbeitslager war für 10.000 Häftlinge angelegt und wurde bis Kriegsende auf über 30.000 Personen ausgeweitet. Die inhaftierten Zwangsarbeiter und politischen Verfolgten mussten das Lager eigenhändig aufbauen und erweitern. Mehrere 10.000 der Insassen wurden von der SS durch Hunger, Folter, Kälte, Erschießungskommandos und andere Grausamkeiten getötet.

„Nie wieder Diktatur“, das ist die Lehre aus dieser politischen Exkursion. Das Engagement für demokratische Institutionen und die Beteiligung an politischen Entscheidungsprozessen lohnt sich, um die persönliche Freiheit und das Recht auf freie Entfaltung zu sichern. Auch heute gibt es wichtige Gründe, sich für die demokratischen Rechte einzusetzen, wie die Zeugnisse der Diktatur-Vergangenheit und auch die Überwachungsmethoden zeigen, die durch Wiki Leaks und Edward Snowden veröffentlicht worden sind.

In unserer Bildergalerie zeigen wir Eindrücke unserer Berlin-Exkursion.

Verfasst am 25.07.2013 um 20:50 Uhr von mit den Stichworten , , , , .
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