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12Mai

Westfleisch: Wohnsituation der Werkvertragsarbeiter

Bild: Uwe Baumann aus Pixabay

Die Lokalzeit WDR Dortmund berichtete am Montag, 11.05.2020 über die beengte Wohnsituation von Werkvertragsarbeitern, die bei der Firma Westfleisch arbeiten. Hier der Link zur Sendung: https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-dortmund/video-lokalzeit-aus-dortmund—610.html

Die Grünen bemängeln seit langem die oft unhaltbaren Zustände und kämpfen für bessere Lebensbedingungen. In beengten Wohnverhältnissen und gemeinschaftlicher Nutzung von Bad und Küche entsteht ein hohes Infektionsrisiko. Zudem sitzen die Arbeiter oft Seite an Seite in Kleinbussen, die sie zu den Standorten von Westfleisch bringen. Mindestabstände werden häufig nicht eingehalten. Die Möglichkeit der Ansteckung mit dem Coronavirus steigt.

Die Grünen fordern:

  • Transparenz und zeitnahe Aufklärung über die Situation in der Kommune
  • Verbesserung der hygienische Bedingungen durch die Abschaffung der Merhfachbelegung. Belegung nur einer Person pro Raum.
  • Nutzung freier Hotelkapizitäten und anderer Unterkunftsmöglichkeiten
  • Veränderung der rechtlichen Situation der Werkvertragsarbeiter.
  • Intensive zielgerichtete Kooperation zwischen Land, Landkreisen und Kommunen zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitssituation von Werkvertragsarbeitern. Keine Verschiebung der Verantwortlichkeiten..

10Mai

Westfleisch: Grüne fordern Transparenz

In Coesfeld haben sich bislang 151 Westfleisch-Mitarbeiter infiziert. Im Oer-Erkenschwicker Werk gibt es dagegen widersprüchliche Angaben über die Anzahl der Mitarbeiter, die positiv auf das Corona Virus getestet wurden. Jetzt sollen alle Mitarbeiter der Westfleisch Standorte einem Test unterzogen werden. Dies halten Bündnis 90/Die Grünen Oer-Erkenschwick und der grüne Landratskandidat Dr. Marco Zerwas längst für überfällig. Das allein reiche jedoch nicht aus. Die Infektionszahlen sollten den Bürgern zeitnah öffentlich bekannt gegeben werden. Die Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen fordern Transparenz.

„Wir wollen die Oer-Erkenschwick Bürger und die des Kreises Recklinghausen bestmöglich vor Kontakten mit Infizierten schützen und einen erneuten „Lockdown“ in unseren Städten mit allen verbundenen und verheerenden negativen sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen vermeiden“, sind sich der grüne Oer-Erkenschwicker Bürgermeister-Kandidat Christian Wegner und der grüne Landratskandidat Dr. Marco Zerwas einig. Deshalb fordern wir als Bündnis 90 / Die Grünen:

  • Alle positiv auf Covid 19 getesteten Mitarbeiter am Westfleisch-Standort Oer-Erkenschwick sind umgehend zentral im Salvador-Allende-Haus in Oer-Erkenschwick unterzubringen, das zu diesem Zweck bereits vom Kreis Recklinghausen angemietet wurde. Die gesundheitsbehördliche Betreuung muss sichergestellt werden.
  • Den Verbleib der Infizierten in Ihren bisherigen Unterkünften lehnen wir strikt ab. Mehrere Personen pro Zimmer und gemeinschaftliche Nutzung der Küchen und der sanitären Anlagen stellen ein sehr hohes Infektionsrisiko dar. Die Einhaltung der Quarantäne-Regelungen lässt sich auf diese Weise kaum gewährleisten. Die Versorgung mit Lebensmitteln und den Dingen des persönlichen Bedarfs muss für die betroffenen Personen in Quarantäne organisiert werden.
  • Alle Resultate der Tests bei Westfleisch müssen eindeutig und zeitnah von den Verantwortlichen in den Kommunen kommuniziert werden, um Spekulationen und Falschinformationen zu vermeiden.
  • Der Kreis Recklinghausen soll die Bevölkerung täglich über die Entwicklung des Infektionsgeschehens am Hotspot „Fleischverarbeitung“ informieren. „Nur so kann der Landrat zeigen, dass er verantwortlich handelt und verlorenes Vertrauen zurückgewinnen“, unterstreicht der Grüne Marco Zerwas.

Einmal mehr zeigt sich, dass endlich Schluss sein muss mit der Ausbeutung von Arbeitskräften und der Beschäftigung zu unwürdigen Bedingungen, wie es in der Fleischindustrie vielerorts üblich ist. Insbesondere die Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften muss strengen hygienischen Standards genügen. Dies gilt nicht nur für die Fleischindustrie, sondern auch für die Erntehelfer und Saisonarbeiter. Dafür müssen Arbeitgeber und die Gesundheitsaufsicht Sorge tragen.



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