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08Jun

Antrag: Paritätische Besetzung bei Neueinstellungen

Frauen in der Verwaltung fördern

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt, den nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung des Personalausschusses und der Ratssitzung am 18. bzw. 26. Juni 2015 zu setzen:

Die Stadtverwaltung und der Rat der Stadt Oer-Erkenschwick verpflichten sich, eine Paritätische Besetzung (50 : 50) zur Gleichstellung von Frauen und Männern bei Neueinstellungen einzuführen. Diese Regelung soll zunächst bei der Neubesetzung aller Führungspositionen von den Fachbereichsleitungen bis zu allen zugeordneten Stellvertretungen bei gleicher Qualifikation angewendet werden. Für Wahlämter dürfen bei gleicher Qualifikation solange nur Frauen vorgeschlagen werden, bis in der zu besetzenden Ebene/Gremium (z.B. Verwaltungsvorstand) ein Frauenanteil von 50 Prozent erreicht ist, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Zur Umsetzung werden in einem ersten Schritt folgende Maßnahmen ergriffen:

  1. Sollte sich in der Bewerbungsphase der in den nächsten Jahren neu zu besetzenden Fachbereichsleiter- und Stellvertreterstellen sowie Wahlbeamten herausstellen, dass sich darauf nur wenige qualifizierte Frauen bewerben, werden über die üblichen Stellenanzeigen in überörtlichen Zeitungen hinaus gezielte Anstrengungen und Maßnahmen (z.B. weitere Kooperationsprojekte beim Personalmarketing) zur Suche nach Bewerberinnen unternommen.
  2. Zu entscheidenden Vorstellungsrunden im Rat und Personalausschuss werden Frauen und Männer grundsätzlich in gleicher Anzahl eingeladen.
  3. Bewerberinnen und Bewerber für stellvertretende Fachbereichsleitungen werden ebenfalls in gleicher Anzahl zur Vorstellung in den Personalausschuss und den Rat eingeladen. Die jeweiligen Entscheidungen über die Besetzung der Positionen sind im Personalausschuss und im Rat zu begründen.
  4. Bei allen anderen Stellen wird bei der Neubesetzung ebenfalls angestrebt, die festgelegte Paritätische Besetzung einzuhalten.

Sachverhalt/Begründung:
Nach den Berichten der GPA NRW, dem Personalbericht 2014/HSP-Stellen und dem Frauenförderplan 2. Fortschreibung zur Beschäftigungssituation 2007 – 2009 besteht ein erhebliches Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen bei den Aufstiegspositionen und vor allem bei Bereichsleitungen und deren Stellvertretungen. Bei den Beamten und Beamtinnen sind im höheren Dienst 2 Frauen und 9 Männer eingruppiert. Im gehobenen Dienst ist das Verhältnis 12 Männer zu 8 Frauen, im mittleren Dienst 32 Männer und 4 Frauen. Bei den tariflich Beschäftigten befinden sich im höheren Dienst 7 Männer und keine Frau. Im gehobenen Dienst ist das Verhältnis 31 Männer zu 25 Frauen, im mittleren Dienst 58 Männer und 42 Frauen. Bei den Entgeltgruppen 1-4 finden sich 21 Männer und 59 Frauen.

Trotz der Zielsetzung und Verpflichtung der Oer-Erkenschwicker Verwaltung, die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern zu betreiben, spiegeln die Zahlen im Frauenförderplan keine wesentliche Entwicklung in den letzten Jahren wider. Deshalb ist die Quote die einzige Alternative um diesen Prozess zügig voranzutreiben und ein Mittel, sich aktiv darum zu bemühen, qualifizierte Frauen für Führungspositionen zu gewinnen. Eine Quote sorgt dafür, dass gut ausgebildete Frauen und Männer gleiche Chancen bei der Besetzung von neuen Positionen innerhalb der Stadtverwaltung haben.

Verfasst am 08.06.2015 um 13:50 Uhr von mit den Stichworten , , .
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