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08Jun

Antrag: Freies WLAN für Flüchtlingsheime und Innenstadt

Grüne wollen Freifunk WLAN für Oer-Erkenschwick

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt, den nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 25. Juni 2015 zu setzen:

„Freies WLAN für mehr Attraktivität und Bürgernähe“

  • Die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen beantragt die Einrichtung von freiem WLAN in Bereich der Innenstadt (Rathausplatz, Berliner Platz, Untere Stimbergstraße).  
  • Weiterhin schlagen wir vor, die Einrichtung an weiteren öffentlichen Orten (Oer, Hünenplatz, Rapen) zu prüfen.
  • Darüber hinaus sollte freies WLAN für alle Standorte von Flüchtlingsheimen eingerichtet werden.
  • Wir schlagen vor, die Einrichtung gemeinsam mit der nicht-kommerziellen Freifunk-Initiative (http://freifunk.net/) vorzunehmen.

 

Begründung:
Die mobile Nutzung des Internets ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Zwar haben etliche Nutzer Flatrate-Tarife für ihre Geräte, aber bei weitem nicht alle. Außerdem gibt es oft Beschränkungen beim Erreichen bestimmter Datenvolumina. Ausländischen Gästen der Stadt entstehen Kosten für Roaming-Gebühren. Während die Intention für den Innenstadtbereich die Steigerung der Attraktivität ist, soll bei der Installation an Flüchtlingsheimen die kostenlose Kommunikation der Flüchtlinge mit Menschen in ihren Heimatländern ermöglicht werden.

Zahlreiche Städte unterschiedlichster Größe stellen zur Erhöhung ihrer Attraktivität deswegen freies WLAN zur Verfügung. Eine Übersicht liefert z.B. Breitband.NRW (http://www.breitband.nrw.de/informieren/offene-wlan.html). Als Städte ähnlicher Größe wie Oer-Erkenschwick seien hier nur Arnsberg, Burscheid, Sprockhövel, Warendorf, Bad Zwischenahn, Ellwangen, Lage/Lippe, Attendorn, Rothenburg o. d. Tauber, Weeze, Geldern und Iserlohn genannt.

Die Städte gehen beim Betrieb der Anlagen unterschiedliche Wege. Während einige auf kommerzielle Anbieter (Telekom, lokale Anbieter) zurückgreifen und die anfallenden Gebühren übernehmen, nutzt die Mehrzahl das flexible und kostengünstige Konzept der Freifunk-Initiative unter Einbindung von Werbegemeinschaften und Bürgern. Diese Möglichkeit sollte auch für Oer-Erkenschwick geprüft werden.

Im Rahmen der Freifunk-Initiative (http://freifunk.net/) werden WLAN-Netze aufgebaut, die einen Teil der privaten oder städtischen Internetbandbreite im öffentlichen Raum, bei strikter Datentrennung, zur Verfügung stellen. Vorkonfigurierte Router werden bereits ab ca. 40 € angeboten.

Dieses Konzept würde es z. B. ermöglichen, zunächst den Berliner Platz über den städtischen Internetanschluss des Rathauses bzw. der Stadthalle zu versorgen und den weiteren Innenstadtbereich durch geeignet angeordnete Router über die Gemeinschaft „Vor Oert“ und private Personen nach und nach auszubauen. Der abgedeckte Bereich vergrößert sich mit jedem installierten Router.

Diesen Weg ist z. B. auch Burscheid gegangen und könnte als Vorlage dienen (Link: http://www.wz-newsline.de/lokales/burscheid/freies-wlan-in-der-innenstadt-noch-vor-weihnachten-1.1812349)

Bzgl. Bedenken wegen der Strahlung lässt sich folgendes sagen:
Anders, als z.B. Sendemasten für Mobilfunk (Handynetze), die mit Leistungen von 1 bis 2 Watt senden dürfen, beträgt die maximale Sendeleistung für WLAN 0,1 Watt. Dies entspricht etwa der Lichtleistung einer normalen Fahrradglühbirne.

Die von Freifunk verwendete Technik sind handelsübliche WLAN-Geräte mit angepasster Software. Nicht nur Hochfrequenzexperten, sondern auch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hält diese Technik für unbedenklich (siehe auch http://www.bfs.de/).

Verfasst am 08.06.2015 um 13:37 Uhr von mit den Stichworten , , .
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